Reportage Iran
Es sind keine Märchen aus "Tausendundeiner Nacht", aber es kommen durchaus Erinnerungen daran auf. Die große, fast überwältigende Gastfreundschaft sowie der ungebrochene Mut und die Kraft der Menschen dort, die unter der Diktatur dieses "Gottesstaates"
leben müssen, sind vorbildlich. Carola Hoffmeister ist durch den Iran gereist, hat mit Menschen aus allen Schichten gesprochen. Sowohl mit dem ehemaligen Hofzauberer des Schahs, wie auch mit jungen Menschen, die mit ihrer transsexuellen Veranlagung verborgen und bedroht leben müssen. Ein breites Spektrum von Schicksalen wird beeindruckend aufgezeichnet und erzählt von einer hohen Kultur, die aus der Antike bis in die heutige Zeit reicht und die sich die Menschen dort nicht nehmen lassen. Leider wird über diese Seite des früheren Persiens in den Medien selten berichtet und der Iran wird fast ausschließlich mit Atomprogrammen und Achmadinedschads Unterdrückungspolitik in Verbindung gebracht. Die Menschen leiden dort, und wir sollten uns darüber informieren. Alle Büchereien sollten dieses Buch in ihren Bestand aufnehmen.
Elfriede Bergold
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Reportage Iran
Carola Hoffmeister
Picus-Verl. (2010)
132 S.
fest geb.