Der verhexte Besen
Mary Smith ist ein durchschnittlich aussehendes Mädchen und eine Durchschnittsschülerin. Ganz im Gegenteil zu ihren älteren Geschwistern, die immer wieder durch Besonderes glänzen und auffallen. So sind sie es auch, die bei einer netten befreundeten
Familie bleiben dürfen, als die Eltern dienstlich für einen Monat nach Amerika reisen müssen. Mary hingegen muss zu einer, ihr unbekannten, älteren Großtante, die mit Gleichgesinnten in einem riesigen Herrenhaus fernab ihrer Heimatstadt in England lebt. Aus der anfänglichen Wut über diese Ungerechtigkeit wird schnell ein zauberhaftes Abenteuer, von dem Mary so schnell nicht loskommen wird. Dabei spielen der Fund einer magischen Blume und die Bekanntschaft einer schwarzen Katze nur anfängliche Rollen auf ihrem Weg zur Ausbildung zu einer fliegenden Hexe. Welche Rolle die Großtante dabei spielt und ob das Zauberinternat wirklich lückenlos fantastisch ist, bleibt abzuwarten. Die Geschichte, die bereits im Jahr 1971 verfasst wurde und schon einem japanischen Zeichentrick als Vorlage diente, wird hier neu aufgelegt. Die Autorin Mary Stewart (Jahrgang 1916) versteht es mit ihrer blumigen Art, die Leser zu den vielen sprachlichen Bildern einzuladen. Dieses Buch will genossen werden. Also nehme man sich Zeit zum Lesen und lasse sich verzaubern.
Anja Kuypers
rezensiert für den Borromäusverein.
Der verhexte Besen
Mary Stewart. Mit Ill. von Shirley Hughes
Atrium (2019)
174 S. : Ill.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9