DMZ - 13. New Yorker Geschichten
Nach Beendigung des zweiten US-Bürgerkriegs entwickelt sich die "entmilitarisierte Zone" DMZ wieder zu Manhattan. Als eine Art Bauernopfer wird der durch mehrere Fehlentscheidungen schuldig gewordene Fotoreporter Matty Roth vor Gericht gestellt. Zuvor
besuchen er und seine Freundin Zee noch einmal die fünf neuen "Stämme", wobei sie neue mögliche Konflikte heraufziehen sehen. Mit der sechs Jahre umfassenden Serie "DMZ" schufen Wood, Burchielli und Co. in einer Realzeit von zehn Jahren und 13 Bänden (zuletzt: BP/mp 13/774) ein komplexes, episches Amerika-Porträt, das neben seiner Kritik an den Verflechtungen von Politik, Militär und Wirtschaft zugleich eine New York-Hommage darstellt. Die Autoren können es sich leisten, in den letzten sechs Heften fast völlig auf Action und Suspense-Einlagen zu verzichten. Vielmehr überwiegt ein melancholischer Tonfall samt kurzer Rückblenden bis zum ambivalenten Finale. Im 15 Jahre später angesiedelten Epilog wird die zuvor düstere Kolorierung durch hellere Farben abgelöst. Weiterhin für größere Bestände empfehlenswert.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
DMZ - 13. New Yorker Geschichten
Brian Wood. Shawn Martinbrough - Zeichner
Panini (2013)
DMZ ; 13
[o. P.] : überw. Ill. (farb.)
kt.