Der Hodscha und die Piepenkötter
Als in einer deutschen Kleinstadt der neue Hodscha der türkischen Gemeinde eine Moschee bauen will, ist die Empörung groß. Vor allem Bürgermeisterin Piepenkötter schäumt vor Wut, ist dieser Bau doch nicht mit ihr abgesprochen. Zwei Kulturen und
zwei Dickköpfe treffen aufeinander. Ähnlich wie bei den berühmten Vorbildern Don Camillo und Peppone kommt es zu amüsanten Verwicklungen und Machtkämpfen zwischen den Gegnern, bis sie am Ende feststellen, dass man Kompromisse machen muss und es erstaunliche Parallelen gibt, wenn man eine gewisse Position inne hat und im Blickpunkt der Öffentlichkeit steht. Mit einem Augenzwinkern geschrieben, zum Teil schreiend komisch. Sehr empfehlenswert.
Christiane Kühr
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Hodscha und die Piepenkötter
Birand Bingül
Rowohlt Polaris (2011)
314 S.
fest geb.