Der Tod geht um in Tomelilla
Mike Larsson hat sich als Kleinkrimineller durchgeschlagen, bis er letztlich doch erwischt und verurteilt wurde. Nun ist er wieder auf freiem Fuß, zieht bei seinem alten Kumpel Rolle ein und versucht, für seinen vierzehnjährigen Sohn ein Zuhause
aufzubauen. Das geht natürlich schief, denn sowohl seine neue ehrliche Lebensart als auch das Verhältnis zu seinem Sohn mit Nazi-Kontakten erweisen sich als sehr schwierig. - Der Hauptaspekt des Autors liegt auch hier wieder auf der Schilderung des südschwedischen Kleinstadt-Miefs, was auch einigermaßen lesbar gelingt. Alles andere ist sehr weit hergeholt, nicht besonders spannend zu lesen und wird gekrönt von einem geradezu absurden, über-konstruierten Ende. Kurzum: muss man nicht unbedingt lesen, schadet aber auch nicht ... (Übers.: Antje Rieck-Blankenburg)
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Tod geht um in Tomelilla
Olle Lönnaeus
Rowohlt Polaris (2011)
445 S.
kt.