Toter geht's nicht

Henning Bröhmann, war bislang mit seinem mittelmäßigen Leben durchaus glücklich. So hatte er als Kriminalkommissar im verschlafenen Vogelsberg bisher nicht viel zu tun und war mit seiner Familie, bestehend aus Frau, zwei Kindern und dem furzenden Toter geht's nicht Hund Berlusconi zufrieden. Doch am Tag des Faschingsumzuges stürzt seine Welt zusammen: Ein Toter wird gefunden und Hennings Frau verlässt nach einem Streit die Familie. Völlig durch den Wind soll Henning nun den Mord aufklären und seinen Vaterpflichten nachkommen. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit den Kindern und Hund im Schlepptau die Mordermittlungen anzugehen. Da wird schnell ein Hauptverdächtiger gefunden - der seltsame Sohn des Opfers, der vor dessen Tod plötzlich wieder Kontakt mit diesem aufnahm. Doch als dieser scheinbar Selbstmord begeht, kommt ein ganz anderer in den Vordergrund: der Schlagersänger Herr Bärt, der seinen größten Erfolgssong anscheinend gar nicht selbst komponiert hat. Aber als Bröhmann samt Familie seine Frau auf ihrer einsamen Berghütte besucht, kommen Wahrheiten ans Licht, an die vorher keiner gedacht hatte ... - Fabers Schreibstil erinnert teilweise an Tommy Jaud und bringt einen als Leser oft zum Lachen. Gerade die überforderte Vaterrolle bringt Faber mit viel Sprachwitz rüber. Allerdings bleibt durch die viele Ironie die Spannung des gut angelegten Kriminalfalls oft auf der Strecke. Darum eher für Leser humorvoller Literatur.

Anna Heinzle

Anna Heinzle

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Toter geht's nicht

Toter geht's nicht

Dietrich Faber
Rowohlt Polaris (2011)

287 S.
kt.

MedienNr.: 569566
ISBN 978-3-86252-024-4
9783862520244
ca. 13,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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