Der Papst im Gegenwind

In vielen Medien wird der Eindruck erweckt, als reihe sich im Pontifikat Papst Benedikts XVI. eine Panne nach der anderen: angefangen von der Regensburger Rede des Papstes über das Motu Proprio zur Alten Messe, den "Fall" Williamson und die Aufhebung Der Papst im Gegenwind der Exkommunikation der zur Pius-Bruderschaft gehörenden Bischöfe bis hin zum nicht enden wollenden Missbrauchsskandal - um nur die wichtigsten zu nennen. Bezeichnenderweise sind es gerade zwei italienische Journalisten, beide ausgewiesene Vatikanberichterstatter, die mit einem bemerkenswert gut recherchierten Buch dem gerade in Deutschland grassierenden "antirömschen Affekt" - schlichter: der Stimmungsmache gegen den Papst - zu Leibe rücken. Sie tun dies, indem sie die vermeintlichen Skandale und Ausrutscher akribisch dokumentieren, allerdings ohne sich dabei in den Details zu verlieren, und den Finger auf die Schwachstellen in der Öffentlichkeitsarbeit des Vatikan sowie in den vatikanischen Behörden legen. Doch begnügen sich die Autoren nicht mit einer bloßen Verteidigung des Papstes; sie entrümpeln gleichsam die inkriminierten Vorgänge von Propaganda und Polemik, stellen sie in ihren tatsächlichen Kontext zurück und legen so die wirkliche Botschaft Benedikts XVI. frei, die bislang meist überhört worden ist. So ist dieses Buch ein ganz wichtiger Beitrag, damit Deutschland "seinen" Papst wieder offen und hörend empfangen kann.

Richard Niedermeier

Richard Niedermeier

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der Papst im Gegenwind

Der Papst im Gegenwind

Paolo Rodari ; Andrea Tornielli
fe (2011)

416 S.
fest geb.

MedienNr.: 349101
ISBN 978-3-86357-005-7
9783863570057
ca. 14,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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