Ja, aber die Kreuzzüge ...

Diskussionen über das Christentum werden häufig mit historisch fragwürdigen Unterstellungen geführt. Mit dem Streifzug durch 2000 Jahre christlicher Geschichte korrigiert der Autor falsche Sichtweisen, Legenden, Klischees und Mythen z. B. über Ja, aber die Kreuzzüge ... die Inquisition, die Hexenverfolgung, Kreuzzüge und Zwangsmissionierung und ordnet tatsächliches Fehlverhalten und Versagen des kirchlichen Personals in das jeweilige historische Umfeld ein. Vor allem aber zeigt er die Verdienste des Christentums, von den Leistungen der Mönche bis zu den sozialen, künstlerischen und kulturellen Bereichen, in denen es eine entscheidende Rolle spielte. In seiner Absicht, das Christentum zu verteidigen, versteigt sich der Autor gelegentlich zu mindestens missverständlichen Formulierungen. Beispielsweise behauptet er, dass die Inquisition im Vergleich zur mittelalterlichen Gesellschaft als "eher harmlos, teilweise sogar fortschrittlich" gewesen sei (S. 75). Das ist in gewisser Weise zutreffend, aber eben sehr stark verkürzt. Diese kurze Verteidigung des Christentums ist trotzdem ein aufschlussreicher geschichtlicher Exkurs, der die Grundlagen und die Bedeutung der christlichen Wertvorstellungen klar heraushebt. Sehr empfehlenswert.

Helmut Eggl

Helmut Eggl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ja, aber die Kreuzzüge ...

Ja, aber die Kreuzzüge ...

Tommy Ballestrem
Fe-Medienverl. (2015)

159 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 797626
ISBN 978-3-86357-121-4
9783863571214
ca. 10,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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