Ansverus-Fluch
Der Ratzeburger Privatschnüffler Jacob Fabian soll die Unschuld Georg Fiedlers beweisen. Der soll einen Arbeitskollegen auf einer Baustelle ermordet haben, auf der kurz vorher die Mumie einer Frau entdeckt worden war, die vor 1000 Jahren, zu Zeiten
des Heiligen Ansverus, umgebracht worden ist. Je mehr sich Fabian mit dem Fall befasst, umso mehr glaubt er, dass diese beiden Morde irgendwie zusammenhängen. Und ehe er sich's versieht, ist er mitten drin in einem Gewebe aus Korruption und Fanatismus. Und er muss sich beeilen, den wahren Täter zu finden, denn es sterben weitere Menschen ... - Die Story ist gut und spannend geschrieben; allerdings arbeitet Autor Christoph Ernst immer am Rand des Möglichen: Ein großes, manchmal nicht mehr so recht überschaubares Personeninventar und die Verquickung von Geldgier, Naziverbrechern, Befreiungstheologie, Mittelaltergreueln wirkt manchmal ein wenig weit hergeholt. Auch war das Lektorat nicht sehr sorgfältig, denn das Buch strotzt vor Tippfehlern. Dennoch ein faszinierender Krimi, der den Leser ab den ersten Seiten fesselt. Deshalb für alle Fans dieses Genres sehr zu empfehlen.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ansverus-Fluch
Christoph Ernst
Leda (2016)
362 S.
kt.