Die Patin vom Ku'Damm
Architektin Barbara »Bibi« Albrecht ist ein Star im West-Berlin der späten 60er: Sie fehlt bei keiner Gala, bei keiner Preisverleihung und schmückt die Titelseiten der Boulevardpresse. Als auf der Baustelle des prestigeträchtigen Ku’damm-Karrees
ein Toter gefunden wird, gerät ihr Ruf ins Wanken, denn die Polizei beginnt, unangenehme Fragen zu stellen, und die Zusagen seitens der Politik werden zögerlicher. Dann wird Senatsbaudirektor Lothar Borowski erhängt in einem Waldstück in der DDR aufgefunden. Der ist erstens Bibis Liebhaber und zweitens in ein dubioses Geschäft mit der DDR verwickelt – ein Geschäft, bei dem es um viel Geld und noch mehr Müll geht. Der Krimi spiegelt die späten 60er-Jahre in West-Berlin wider. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben und für alle, die diese Zeit nicht mehr kennen, rundet ein umfangreiches Glossar diesen Krimi ab. – Empfehlenswert.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Patin vom Ku'Damm
Lutz Wilhelm Kellerhoff
Ullstein (2023)
318 Seiten
kt.