Journey of fate
Die Reise der Wikingerin Yrsa beginnt hier mit der Suche nach dem kleinen Bruder, den sie entführt und versklavt glaubt. Sie sind Waisen, ihre Mutter Katla, eine Seherin, ist vor vier Jahren verstorben, Yrsa sorgt seitdem für den kleinen Bruder,
der offensichtlich die Fähigkeiten der Mutter geerbt hat. Das bedeutet u.a., mit den Göttern zu sprechen, Trolle und Elfen zu Hilfe zu rufen, in die Zukunft schauen zu können. Daher bleibt er nach seiner abenteuerlichen Befreiung aus der Gewalt von Ingwar, einem männlichen Seher auf der Suche nach Macht, bei Frida, um von ihr, der alten weisen Frau, vieles zu lernen und seine Anlagen auszubilden. Yrsa kann damit ihr Ziel, eine Kämpferin zu werden, endlich verfolgen. Hilfe wird ihr dabei von Avidh zuteil, einem Kämpfer, in den sie sich verliebt hat. – A. Böhm stellt sich als Historikerin vor, die sich sehr für die Wikingerzeit interessiert. Grabfunde haben gezeigt, dass Frauen bei den Wikingern nicht nur Hausfrauen, Seherinnen, sondern auch Kämpferinnen waren. Schriftliche Zeugnisse gibt es nur von den von den Wikingern Überfallenen, die deutlich tendenziös schreiben. Daher können sich spannende Geschichten mit Wissen aus anderen Kulturen und mit Fantasy-Elementen entwickeln. Die Sprache ist einfach, ebenso der Handlungsablauf, etwas Würze sollen wohl die Hinweise auf sexuelle Handlungen geben.
Barbara Schürmann-Preußler
rezensiert für den Borromäusverein.
Journey of fate
Alexandra Bröhm
Ullstein (2024)
Yrsa ; [1]
592 Seiten : Karte
kt.