Ein Mann namens Loprete

Ein zunächst Unbekannter, Loprete, kommt in ein argentinisches Dorf und fragt nach Pepa. Die Szene endet blutig mit seinem Tod. Die Leiche wird heimlich verscharrt. In Rückblende erzählt die Autorin Mariana Travacio aus der Sicht Manoels, dessen Ein Mann namens Loprete Eltern einst von Lopretes Familie ermordet worden sind. Beide arbeiteten für die Familie Loprete, der Patriarch begehrte die Mutter, es kam zu einer Messerstecherei, bei der Vater und Mutter den Tod fanden. Das Dorf kümmerte sich um Manoel. Nach Lopretes Tod suchen seine Brüder nach ihm, finden ihn nicht und suchen das Dorf erneut heim. Die Bluttat lässt die Dorfbewohner nicht los. Schließlich beginnt ein Rachefeldzug. Eine Gruppe macht sich auf den Weg: Manoel, sein älterer Freund El Tano, der Manoel die Hintergründe seiner Familiengeschichte erzählt, und acht weitere Männer nehmen die staubige, gefährliche Reise auf sich zur Familie Loprete, um sich für erlittenes Unrecht zu rächen und ein für alle Mal alles zu beenden. Die Aktion endet in einem Gemetzel mit vielen Toten. – Mariana Travacio erzählt in kurzer Form, alles Unwichtige auslassend, komprimiert in facettenreichen, abwechslungsreichen Farben von einer Landschaft, Kultur und Gesellschaft auf dem Land in Argentinien. Allen Büchereien sehr empfohlen.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Ein Mann namens Loprete

Ein Mann namens Loprete

Mariana Travacio ; aus dem argentinischen Spanisch von Kirsten Brandt
Pendragon (2025)

126 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623573
ISBN 978-3-86532-910-3
9783865329103
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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