Die Rembrandt-Affäre
Gabriel Allon, Mitarbeiter des Geheimdienstes und Kunst-Restaurator (zuletzt: BP/mp 11/645), will mit seiner Frau den wohlverdienten Ruhestand genießen und grausame Ereignisse der Vergangenheit vergessen. Doch dann bekommt er Besuch von einem ihm
bekannten Kunsthändler, der ihm von einem Raubüberfall erzählt, bei dem ein Mann starb und ein Rembrandt-Gemälde gestohlen wurde. Allons kriminalistisches Gespür und seine Neugierde sind geweckt, und so macht er sich auf, die Geschichte des Bildes zu verfolgen. Bei seinen Befragungen kommt er dunklen Geheimnissen auf die Spur. Alle Fäden laufen bei Martin Landsmann zusammen, der sich nach außen hin als großherziger Gutmensch verkauft, in Wirklichkeit aber in dunkle Geldschiebereien verwickelt ist. Doch Allon muss feststellen, dass auch er sich manchmal mit dem Bösen einlassen muss, um höhere Ziele verfolgen zu können: das Verhindern einer nuklearen Katastrophe. - Nachdem die Krimihandlung rund um das Gemälde anfangs sehr spannend ist, werden politische Zusammenhänge im weiteren Verlauf immer wichtiger. Die eigentliche Handlung rund um den Kunstraub verflacht dann leider immer mehr. Daher eher für Fans von Polit-Thrillern zu empfehlen. (Übers.: Wulf Bergner)
Anna Heinzle
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Rembrandt-Affäre
Daniel Silva
Pendo (2012)
479 S.
fest geb.