Im Licht der Lofoten

Die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) begibt sich jeden Winter zum Malen in eine einsame Hütte auf den Lofoten, um das besondere Licht dieser Jahreszeit für ihre Malerei zu nutzen. Dabei versteht sie anfangs überhaupt nichts vom Malen, Im Licht der Lofoten hat keine akademische Ausbildung. Licht und Farben der Polarnacht stehen für sie im Mittelpunkt. Im Ausland erfuhr sie bereits Anerkennung und will nun auch Erfolg bei der schwedischen Kunstkritik. Als junges Mädchen flieht sie aus dem Schweizer Pensionat, will damals schon Künstlerin werden, was die Familie verhindert. – Sophie Van der Linden lässt Anna als Ich-Erzählerin in Briefen an ihren Mann (der, ein reicher Architekt, ermöglicht Anna ihr neues Leben als Künstlerin) vom Leben in Kälte und Einsamkeit auf der norwegischen Insel berichten. Sie blickt zurück auf Reisen nach Venedig, Malaga, Südfrankreich, Granada, wo ihre Begeisterung für die Malerei begann. Die Autorin liefert kunstvolle Beschreibungen der Landschaft der Lofoten, der Architektur (z.B. der Alhambra), detailgetreu, anschaulich wie ein Gemälde. Van der Linden malt mit Worten, erschafft Landschaften, lässt Bilder entstehen. Sowohl die französische Autorin Sophie van der Linden als auch die schwedische Malerin Anna Boberg sind es wert, auf diese Weise entdeckt zu werden. – Großartig zu lesen. Allen Büchereien sehr empfohlen.

Wilfried Funke

Wilfried Funke

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Im Licht der Lofoten

Im Licht der Lofoten

Sophie Van der Linden ; aus dem Französischen von Valerie Schneider
mare (2026)

121 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 755580
ISBN 978-3-86648-753-6
9783866487536
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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