Bis zum Grund der Welt
Den Kern des Buches bildet die Organisation Seabed 2030, die es sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 den gesamten Meeresboden zu vermessen. Anders als unsere Weltkarten suggerieren, sind bis heute ungefähr drei Viertel des Meeresbodens nicht kartiert.
Die Probleme, die sich daraus ergeben, und die Menschen, die versuchen, diesen Missstand aus dem Weg zu räumen, bekommen in diesem Buch eine Stimme. Auch Probleme, die sich aus der Kartierung ergeben könnten, werden gegen Ende des Sachbuchs thematisiert. Insgesamt gibt es keine klare Strukturierung, der Fokus liegt vor allem auf den Menschen, die sich beruflich mit der Tiefsee beschäftigen. Am Ende des Buches haben die Lesenden trotzdem einen umfassenden, gut recherchierten Überblick über die Kartierung der Tiefsee. Die Autorin geht in ihrer Darstellung sehr transparent vor und spinnt eine interessante Erzählung. Mehrfach ist hier auch der Unterschied zwischen der Förderung bei der Erforschung des Weltalls und der des Meeres Thema und regt zum Nachdenken an. – Somit ist das Buch für vielseitig interessierte Lesende sehr zu empfehlen.
Agnes Schmidtner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Bis zum Grund der Welt
Laura Trethewey ; aus dem amerikanischen Englisch von Rudolf Mast
mare (2025)
364 Seiten
fest geb.