Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein
„Solange ich das noch kann, werde ich es schon schaffen“ – wer hat diesen Trostspruch nicht schon mal gemurmelt, wenn das Leben düster daherkam, das Leben mehr auf „Blues und Moll“ gestimmt war? Autor Benjamin Maack erzählt sehr beeindruckend,
wie sich sein Leben veränderte, als aus dem gelegentlichen Blues eine handfeste Depression wurde. Lange hat er versucht, damit umzugehen, bis er sich dazu durchringt, Hilfe von außen zu akzeptieren und damit langsam wieder ins Leben zurückfindet. Er muss jedoch erkennen, dass Depressionen heimtückisch sind und sich manchmal hinter anderen Krankheiten verbergen. Und betroffen sind nicht nur die Erkrankten, sondern auch deren Familien. Der Autor erzählt sehr offen davon, wie er sein Leben mit der Depression meistert und gelernt hat, damit umzugehen. Ein hörenswertes Stück, das einen Einblick in eine gar nicht so seltene Krankheit gewährt und dem Oskar Ketelhut eine sehr ausdrucksstarke Stimme gibt.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein
Benjamin Maack ; mit Oskar Ketelhut
audiolino (2022)
1 mp3-CD (circa 246 min)
mp3-CD