Ich wollt, ich wär ein Kaktus
Das Leben ist so ungerecht. Nur weil ihre Eltern sich getrennt haben, muss Lucinda mit ihrer Mutter zu ihrer etwas sonderbaren Oma Käthe aufs Dorf ziehen. Zufällig wohnt auch Jo, Mutters neuer Freund, in der Nähe. Schweren Herzens packt Lu ihre
umfangreiche Kakteensammlung ein, denn ohne diese zieht sie nirgendwo hin. Manchmal wünscht sie sich auch Stacheln, die sie ausfahren kann, wenn jemand ihr zu nahe kommt. In der neuen Schule findet sie nicht nur Freunde, und auch Jo scheint etwas im Schilde zu führen. Er ist so freundlich zu ihr und hat scheinbar ein Geheimnis. In dieser Zeit helfen ihr Lil, ihre neue Freundin und Julian, bei dem sie immer öfter ein Kribbeln im Bauch hat. Dass viele ihrer Aktionen und Pläne völlig schief laufen, ist manchmal schon vorher absehbar. Eine humorvolle und nachdenkliche Geschichte über ein Mädchen, das nicht nur die Trennung der Eltern akzeptieren, sondern auch mit der beginnenden Pubertät zurechtkommen muss. Authentisch und mitreißend gelesen von Julia Nachtmann. Sehr zu empfehlen.
Pia Jäger
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich wollt, ich wär ein Kaktus
Mina Teichert. Gelesen von Julia Nachtmann
Silberfisch (2018)
2 CD (ca. 152 Min.)
CD
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10