Ein schönes Kind
Marlie Eichhorn soll für eine TV-Serie eine entsprechende Location suchen. Dabei stößt sie auf ein verwunschen gelegenes Haus. In der Gegend ist es etwas verschrien, weil es dort angeblich spukt. Wahr ist, dass vor einigen Jahren hier an ein und
demselben Tag zwei Kinder zu Tode gekommen sind. Lilly ist im Pool ertrunken und Freddie in den Schacht eines Aufzugs gestürzt. Marlie ist von der Atmosphäre der Villa dennoch begeistert. Für einige Tage bewohnt sie, um sich ein genaueres Bild vom Umfeld zu machen, einen der Räume in dem verlassenen Gebäude. Da befallen sie seltsame Träume. In Flashbacks sieht sie sich als Kind in genau jenem Haus. Viele der nun auftauchenden Bilder erschrecken sie, haben mit den toten Kindern zu tun und sie sieht sich in ihre Kindheit zurückversetzt. Und tatsächlich: Marlie wohnte früher hier mit ihrer Mutter für einige Monate in einer Art Kommune, genau zu der Zeit, als die beiden Kinder ums Leben kamen. Mehr noch, sie fühlt sich nun schuld an deren Tod, vielleicht hat sie sie sogar getötet. Dem möchte die junge Frau jetzt auf den Grund gehen und gerät dabei immer mehr in einen Strudel aus Vermutungen, Halbwahrheiten und Verdächtigungen. Je mehr Marlie Eichhorn in ihre eigene und die Vergangenheit der übrigen Beteiligten vordringt, desto undurchsichtiger wird alles. In einem furiosen Finale, in dem nicht nur die alte Villa in Flammen aufgeht, sondern auch Marlie Eichhorn nur mit Glück dem Tod entrinnt, wird der Täter enttarnt. – Ein spannender Krimi, einem Psychothriller nicht unähnlich und für alle Büchereien empfohlen!
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ein schönes Kind
Monika Geier
Argument Verlag (2026)
Ariadne ; 1285
365 Seiten
kt.