Tod auf dem Nil

Lady Ridgeway ist reich, schön und mit entsprechender Arroganz ausgestattet. Das macht ihr Feinde, die sie sogar auf ihrer Hochzeitsreise mit Simon Doyle auf einer Nilkreuzfahrt mit einem Luxusdampfer begleiten. Stärkste Hassgefühle schlagen ihr Tod auf dem Nil immer wieder von ihrer ehemaligen Freundin Jackie entgegen, der sie ihren jetzigen Ehemann ausgespannt hat. Frau von Schuyler hat ein Auge auf ihre wertvolle Perlenkette geworfen und ihr Vermögensverwalter Pennington entpuppt sich als Betrüger. Irgendeiner dieser Mitreisenden erschießt die schöne Lady. Der berühmte Detektiv Hercule Poirot ist nur zufällig mit von der Partie. Aber dank seiner Beobachtungs- und Kombinationsgabe löst er diesen Fall, in dem am Ende nichts so ist, wie es am Anfang zu sein scheint. Die meisterhafte Konstruktion des Falles durch Agatha Christie wurde so stark auf die Länge einer Graphik Novel gestutzt, dass die Feinheiten dabei auf der Strecke bleiben. Wo bei Christie Charakter- und Milieustudien maßgeblich zum Reiz ihrer Kriminalgeschichten beitragen, ist diese Geschichte fast nur noch auf die Lösung der kriminalistischen Rätsel fixiert. Auch die Illustrationen tragen nicht viel zur Verbesserung der Qualität bei. Wer Film und/oder Buch kennt wird, von der reduzierten Geschichte enttäuscht sein und wer beides noch nicht kennt, wird wegen der starken Kürzung kaum den verwirrenden Beziehungen der Figuren folgen können. Kann bei entsprechendem Bedarf eingestellt werden, ist aber qualitativ entbehrlich.

Lotte Schüler

Lotte Schüler

rezensiert für den Borromäusverein.

Tod auf dem Nil

Tod auf dem Nil

Agatha Christie. Adaption: Francois Rivière. Zeichn.: Solidor
Knesebeck (2011)

46 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 347951
ISBN 978-3-86873-098-2
9783868730982
ca. 16,95 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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