Was hörst du?

Beim Hören von Musik sehen wir oft mit unserem inneren Auge Bilder; die Betrachtung von Kunstwerken lässt in uns Melodien erklingen - dieser synästhetische Effekt stärkt das ästhetische Erleben und ist ein kreativer Prozess. Bei Kindern diese Was hörst du? Erlebnisse hervorzurufen, kann sie also empfänglich machen, auf ihre Empfindungen zu achten und die musikalische oder die bildende Kunst noch intensiver zu genießen. Schöne Anregungen dazu liefert das vorliegende Bilderbuch, in dem 12 Bilder mit 12 Musikstücken (auf einer beigefügten CD) in einen Dialog treten: ein Chrysanthemen-Stillleben von Hiroshige trifft auf Rimski-Korsakows "Hummelflug"; bei Vivaldis "Winter" ist eine Brueghelsche Winterlandschaft zu sehen; zu einer Stadtszene von Kees van Dongen hören wir "Ein Amerikaner in Paris" von Gershwin. Die großen, oft detailreichen Abbildungen laden dazu ein, sich ausgiebig mit den Bildwerken zu beschäftigen; daneben sind Fragebeispiele aufgeführt, die beim Hören das Betrachten und beim Schauen die musikalische Empfindung initiieren sollen. Eine einführende "Gebrauchsanleitung" gibt den Erwachsenen Anleitungshilfen; auch die Vorstellung der klassischen Orchester-Instrumente wird der Moderation behilflich sein. - Die kleinen Betrachter brauchen also eine Betreuung bei diesem empfehlenswerten Buch, doch auch dies ist ein schöner Nebeneffekt: das ästhetische Erleben wird ein gemeinsames von Kindern und Erwachsenen sein.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Was hörst du?

Was hörst du?

William Lach. The Metropolitan Museum of Art
Knesebeck (2012)

39 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 572515
ISBN 978-3-86873-447-8
9783868734478
ca. 19,95 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: KKu, KMu
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