Leuchtende Jahre

Vicky Baum, Gabriele Tergit, Mascha Kaléko, Marieluise Fleischer, Ruth Landshoff, Irmgard Keun und Erika Mann – sie alle kämpften schriftstellerisch oder auf der Bühne für ihre Rechte als Frauen. Vicky Baum, die schon vor ihrer Ehe Romane beim Leuchtende Jahre damals größten europäischen Verlag, Ullstein, publiziert hatte, verließ Mann und Kinder, als ihr Mann ihr das Schreiben verbot. Die Reporterin Ruth Landshoff wurde zum Glamour-Girl Berlins. Wie Erika Mann war sie lesbisch und trat wie sie als Mann auf der Bühne auf. Die Werke aller in diesem Buch von Ahrem beleuchteten Autorinnen wurden in der Nazizeit wegen ihrer Inhalte oder wegen der jüdischen Herkunft ihrer Autorinnen verboten. Ahrem setzt diesen heute viel beachteten Autorinnen mit diesem Buch ein Denkmal. Sie beschreibt das Leben ihrer Protagonistinnen mosaikartig chronologisch dem jeweiligen Jahr entsprechend. Dadurch verwischen sich die Lebensläufe, die so nicht durchgängig nacheinander verfolgt werden können. Doch so entsteht ein Gesamtbild dessen, was diese Frauen an Emanzipation im Deutschland der 1920er-Jahre bereits gelebt haben.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Leuchtende Jahre

Leuchtende Jahre

Regine Ahrem
ebersbach & simon (2025)

328 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 621767
ISBN 978-3-86915-310-0
9783869153100
ca. 25,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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