Der verlorene Otto

Als Otto schon wieder von seinen Eltern angemeckert wird und seine Schwester wieder einmal die Tolle ist, beschließt er, fortzugehen. Er packt seinen Rucksack, sein Geld und sein Kuscheltier und geht einfach weg. Sollen sie doch alleine schimpfen. Der verlorene Otto Anfangs genießt Otto seine Freiheit in vollen Zügen, keine Anweisungen, keine Regeln, keine Beschränkungen. Doch langsam meldet sich sein Gewissen und der Abend auf dem Spielplatz ist ziemlich dunkel und kalt. Bei seiner Rückkehr in die heimatliche Straße findet er eine aufgeregt suchende Familie vor, die froh ist, ihn heil wieder zu bekommen, sogar seine Schwester. Gleich hat Dörries einfühlsam erzählte Geschichte vom kleinen Ausreißer, der sich von aller Welt schlecht behandelt fühlt, in erdigen, teils düsteren Farben bebildert. Das wirkt auf den ersten Blick wenig kindgerecht, entspricht aber genauestens der Grundstimmung der Geschichte. Kinder werden dadurch nachvollziehen können, wie es in Otto aussieht. - Dem Duo Dörrie / Gleich gelingt hier die biblische Geschichte vom verlorenen Sohn in eine wunderbare Alltagsgeschichte über das Weggehen und Heimkommen in die Geborgenheit der Familie umzusetzen!

Beate Mainka

Beate Mainka

rezensiert für den Borromäusverein.

Der verlorene Otto

Der verlorene Otto

Doris Dörrie ; Jacky Gleich
Ed. Chrismon (2011)

[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 569433
ISBN 978-3-86921-076-6
9783869210766
ca. 14,90 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 4
Systematik: KK
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