Die Familie sehen und sterben

Der Tessiner Capitano Enzo Rossi, Anfang sechzig, ermittelt in und um Lugano in der Schweiz. Ein beschauliches Leben und ein unspektakulärer Job; größere Verbrechen gab es schon eine ganze Weile nicht mehr. Deswegen ist Rossi sehr überrascht, als Die Familie sehen und sterben ihn seine Mitarbeiterin Ispettrice Gemma Crivelli über gleich zwei ungeklärte Todesfälle informiert, die sich bei genauerem Hinsehen als Morde erweisen. Einer der beiden Toten hatte bei einem Notar einen USB-Stick für die Polizei hinterlegt, der Rossi in Schwierigkeiten bringt, denn seine eigene Familie scheint in die Fälle verwickelt zu sein. Sein Bruder ist ein international tätiger Geschäftsmann, der undurchsichtige Geschäfte betreibt und gerne Bürgermeister werden möchte. Hat er etwas mit den Verbrechen zu tun? Rossi muss die Vergangenheit seiner Familie aufrollen, da dort die Gründe für die Taten zu liegen scheinen. – Ein deutschsprachiger Autor unter Pseudonym legt den ersten Krimi um Capitano Rossi vor und schildert die Geschehnisse ganz aus der Sicht des eigenwilligen, knurrigen Kommissars, für den die Familie das Wichtigste ist. Die Familienverhältnisse und ihre Geschichte sind zentrales Thema des Krimiplots, was nicht für jeden zugänglich und nicht für alle Krimileser:innen geeignet ist. So eigenwillig wie der Capitano ist auch der Schreibstil. Für Frühjahr 2027 ist bereits der zweite Band angekündigt, der dann auch angeschafft werden sollte, da der erste Band ein offenes Ende hat.

Helmut Lenz

Helmut Lenz

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Familie sehen und sterben

Die Familie sehen und sterben

Toni Rivera
Galiani Berlin (2026)

279 Seiten
kt.

MedienNr.: 625508
ISBN 978-3-86971-317-5
9783869713175
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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