Acht Wochen verrückt
Milena Winter, 27 Jahre jung, beruflich erfolgreich und glücklich liiert, gesteht sich endlich ein, den Anforderungen ihres Alltags nicht mehr gewachsen zu sein und wird nach einem Zusammenbruch in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Diagnose:
Depression. Acht Wochen lang nimmt sie eine Auszeit aus ihrer täglichen Routine und begibt sich in die Obhut des Klinik-Psychiaters Doktor Hennings. Acht Wochen lang begleitet sie der Hörer bei der Eingewöhnung in den Klinikalltag, bei ihrer Suche nach den Ursachen ihrer Erkrankung, bei Gruppentherapiesitzungen und Einzeltherapiestunden. Dabei erlebt man hautnah die Fort- aber auch Rückschritte im "Heilungsprozess" mit, taucht ein in die abgeschlossene Klinikwelt mit all ihren Protagonisten, die unter den verschiedensten psychischen Problemen leiden und nimmt Anteil an ihrer Geschichte. Eva Lohmann hat mit diesem Roman ihre eigene Leidensgeschichte verarbeitet. Sie liest ihre Geschichte selbst vor, wodurch sich eine besondere Authentizität einstellt. Ihr Vortrag ist sehr ruhig und gleichmäßig, woran sich der Hörer anfänglich gewöhnen muss. Dennoch zieht die Lesung in ihren Bann und sei allen Hörern autobiografischer Geschichten ans Herz gelegt.
Gabriele Güterbock-Rottkord
rezensiert für den Borromäusverein.
Acht Wochen verrückt
Eva Lohmann
Steinbach sprechende Bücher (2012)
4 CD
CD