Ente, Tod und Tulpe
Eines Tages bemerkt die Ente, dass jemand hinter ihr her schleicht: der Tod. Nach anfänglichem Schrecken schließen die beiden so etwas wie Freundschaft und der Tod macht der Ente allmählich begreiflich, dass er ein zwar unangenehmer, aber notwendiger
Lebensbegleiter ist. Als für die Ente ihr Ende naht, begleitet der Tod sie fürsorglich und schickt sie mit einer Tulpe geschmückt auf ihre letzte Reise. Zutiefst philosophisch, einfühlsam und einfach nähert sich der wunderbare Erlbruch dem ernsten Thema auf leichte Weise. Seine unvergleichlichen Illustrationen setzt er als ein sehr sparsames Stilmittel ein, fast alle Bilder zeigen nur die Ente, den freundlich grinsenden Tod im karierten Mantel und ein Detail, das den Fortgang der Geschichte symbolisiert. - Dieses gelungene Bilderbuch eignet sich hervorragend, um schon kleinere Kinder an dieses leider immer noch sehr tabuisierte Thema heranzuführen. Sehr empfehlenswert!
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Ente, Tod und Tulpe
Wolf Erlbruch
Kunstmann (2007)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6