Aimé
Aimee - so sollte das Kind heißen, das seine ersten Lebenszeichen in ihr von sich gab. Doch schon kurz nach Beginn der Schwangerschaft wird der nicht mehr ganz jungen Mutter mitgeteilt, dass der Embryo nicht mehr lebe. Als sie sich bereits damit abgefunden
hat, wird ihr von einem anderen Arzt erklärt, das Kind sei gewachsen. Mit neuer Hoffnung richtet sie all' ihr Denken und Tun auf das Kind, um bald darauf endgültig enttäuscht zu werden. Es ist nicht das erste Mal, dass sie eine Fehlgeburt hat und das Auf und Ab zwischen Bangen und Hoffen lässt nur eines zu: gegen den Verlust anschreiben. Die Auseinandersetzung mit dem Verlust eines Ungeborenen erinnert an Oriana Fallacis "Brief an ein nie geborenes Kind". Dieses Buch kann Eltern Mut machen, um ihr tot geborenes Kind zu trauern. (Übers.: Claudia Kalscheuer)
Adelgundis Hovestadt
rezensiert für den Borromäusverein.
Aimé
Dominique Sigaud-Rouff
Kunstmann (2007)
91 S.
fest geb.