Die Woche, in der Jérome Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte
Der ehemalige Kommunikationschef der Société Générale, der größten Bank Frankreichs, lässt den Leser teilhaben an den entscheidenden Wochen nach der Entdeckung der 50-Milliarden-Spekulation von Jérôme Kerviel. Tagebuchartig beschreibt er das
Krisenmanagement der Bank und die Auflösung der Verlustpositionen, die Öffentlichkeitsarbeit mit dem massiven Mediengetöse, die politischen Befindlichkeiten und den Kampf um die Selbstständigkeit. Zwar werden die Ursachen und die manipulativen Abläufe dieser Beinahekatastrophe nur andeutungsweise erwähnt, doch alleine schon der Blick hinter die Mechanismen der Großbank und deren Möglichkeiten, in Sekundenschnelle Geldströme in Milliardenhöhe zu bewegen, macht das spannende Buch lesenswert.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Woche, in der Jérome Kerviel beinahe das Weltfinanzsystem gesprengt hätte
Hugues Le Bret
Kunstmann (2011)
292 S.
kt.