Dein Weg zum essbaren Waldgarten
Der Begriff „Waldgarten“ sorgt vermutlich für eine etwas unklare Vorstellung. Hier handelt es sich nicht um einen Garten im Wald. Es ist vielmehr ein Teilaspekt der Permakultur, wo auf kleinen Räumen größtmögliche Vielfalt für Bäume, Pflanzen
und Tiere geschaffen wird. Nahrung für alle und das das ganze Jahr über. Das Autorenteam zeigt, welche Bäume von ihrer Wuchskraft her für welchen Garten geeignet und welche Pflanzen für die Baumgemeinschaften nützlich sind. Im Anschluss stellen einige Waldgartenpioniere aus Bayern und Österreich ihre Motivation für diese Art von Garten vor, beschreiben ihren Garten und die für die Gestaltung nötigen Arbeitsschritte. Diese Gärten wollen ganz bewusst neben der Selbstversorgung eine, wie sie es nennen, „essbare Landschaft“ aus Beeren, Wildobst und Wurzeln schaffen. Es wird gezeigt, welche Gärten entsprechende Bäume und Sträucher mit den dazugehörigen Unterpflanzungen von Dauer- und Wildgemüse vertragen. Vieles davon, vor allem beim Gemüse und den Blumen, findet sich selbstverständlich auch in konventionellen Gärten, anderes wird zu Unrecht eher als Bei- oder Unkraut bezeichnet. Im Waldgarten genießt alles seine Berechtigung und hat seinen Sinn. Dazu zählen auch die verschiedenen Kleinvieharten. Für das, was bisher in den einzelnen Kapiteln aufgeführt wurde, gibt es entsprechende und sehr genau beschriebene Baum- und Pflanzenporträts, kombiniert mit kleinen Fotos. Bevor es zu den Rezepten im Jahreslauf geht, erhält man strukturiert und komprimiert ein entsprechendes Basiswissen für eine Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. – Ein etwas spezielles Buch, das als Ergänzung zu Werken über Permakultur größeren Beständen empfohlen werden kann.
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Dein Weg zum essbaren Waldgarten
Hannelore Zech, Andrea Leuoth-Münzberger
Bayerland Verlag in der Battenberg Bayerland Verlag GmbH (2026)
223 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.