Elsa und der Bär
Elsa macht Ferien bei ihrer Großmutter. Weil keiner mit ihr spielen will, entschlüpft sie durch ein Loch in der Gartenhecke und gelangt an den Fluss. Als plötzlich ein riesiger Bär aus dem Gebüsch kommt, bleibt sie paralysiert stehen und rührt
sich nicht. Das ist ihr Glück, denn der Bär schnuppert nur an ihr und holt sich dann einen zappelnden Fisch aus dem Wasser. Wieder zurück bei ihren Brüdern und der Großmutter beschließt Elsa, nichts von ihrem Erlebnis mit dem Bären zu erzählen. - Im Gegensatz zu anderen Bilderbüchern ist hier der Bär kein vermenschlichtes Knuddeltier, sondern ein realistisches Raubtier. Das Buch ist im Moritz-Verlag erschienen, einem Bilderbuchverlag, der 1994 mit einem Spektrum an französischer Illustrationskunst startete. Der Fokus von Autor Adrien Albert, der Kunst studiert hat, liegt auch hier bei den Bildern, die jeweils von 1-2 Textzeilen begleitet werden. Integrierte Sprechblasen und schwarzumrandete Farbflächen zeigen die Nähe zum Comic. Das ließe das Buch eher für ältere Kinder geeignet erscheinen, die sich allerdings weniger für das Abenteuer eines Kleinkindes interessieren werden. Für Bilderbuchtröge von Büchereien ungeeignet.
Karin Blank
rezensiert für den Borromäusverein.
Elsa und der Bär
Adrien Albert
Moritz-Verl. (2011)
[12] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4