Simons Hochzeit
Schwein Simon lebt bei seiner Mutter und wird von ihr gefragt, wann er denn heirate. Simon aber ist ganz zufrieden; stets antwortet er ausweichend und hofft, die Angelegenheit aussitzen zu können. Doch die Mutter ist eine energische Dame, nimmt die
Angelegenheit tatkräftig in die Hand und lädt Bewerberinnen ein; Simon verweigert sich und will sogar fliehen, doch schließlich erscheint sie: die Schweinedame seiner Träume. Das Beste aber ist: sie will auch nicht heiraten. Genau das verbindet die beiden - und sie heiraten. Höhepunkt des Festes: die ganze Hochzeitsgesellschaft rutscht wieder und wieder den "Buckel" hinunter, der sich hinter dem Haus befindet. - Das eher untypische Thema, das an bekannte Märchensituationen erinnert, wird in sehr reduzierten, fast karikaturistischen Schweine-Bildern dargeboten, die von Kindern sicherlich gerne betrachtet und kommentiert werden. Die Skurrilität und Absurdität der Ereignisse dürfte bei Kindern großes Vergnügen hervorrufen. Das Buch macht Mut, dem Drängen anderer nicht zu früh nachzugeben, sondern zu warten, bis die Zeit reif ist, um eine eigene Entscheidung zu treffen.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Simons Hochzeit
Agnès Desarthe. Mit Ill. von Anaïs Vaugelade
Moritz (2012)
Ein Moritz Kinderbuch
58 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 7