Das letzte Viertel des Mondes

Die Ewenken sind ein Nomadenstamm im Bergland von Nordchina an der Grenze zur Mongolei. In dem in China bereits 2005 erschienenen Roman lässt die Autorin die 90-jährige Witwe des letzten Häuptlings die Geschichte ihres Volkes, ihrer Riten und Traditionen Das letzte Viertel des Mondes erzählen. In vier großen Kapiteln entwickelt sich die Erzählung und symbolisiert vom "Tagesanbruch" bis zum "letzten Viertel des Mondes" die Kostbarkeiten wie den Niedergang der Ewenken. Der ganze Roman besteht aus eigentlich vielen kleinen Begebenheiten, die sehr bildreich die Lebensweise des Nomadenstammes erzählen wie auch die Störungen und Einschnitte, die durch die extremen Veränderungen Chinas geschehen und letztlich das Volk in allem beschneiden und ihm die Lebensgrundlage entziehen. – Die Autorin erzählt langsam und eindrücklich, mit vielen Einzelheiten, die das Verständnis für das uns fremde Leben wecken. Eine sehr gelungene Verbindung von Dokumentation und Roman – allen Beständen empfohlen!

Susanne Körber

Susanne Körber

rezensiert für den Borromäusverein.

Das letzte Viertel des Mondes

Das letzte Viertel des Mondes

Chi Zijian ; aus dem Chinesischen von Karin Betz
Blessing (2025)

415 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 621664
ISBN 978-3-89667-759-4
9783896677594
ca. 26,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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