ist doch schön hier
Liesel ist in prekären Verhältnissen aufgewachsen und hat früh die Verantwortung für ihre antriebslose Mutter Melanie übernommen. Einzig ihre Großmutter Emmi war immer eine Stütze in ihrem Leben. Nachdem sie das Abitur bestanden hat, möchte
sie nun auf den Spuren Emmis reisen, die ihr immer wieder von ihrer Heimat Ostpreußen erzählt hat. Dass sie sich plötzlich in einem alten Auto an der Seite des polnischen Altenpflegers Jascha und ihrer dementiell veränderten Großmutter wiederfindet, war nicht geplant, ist aber ein großes Glück. So machen die drei eine Reise in die Vergangenheit, die mehr Fragen aufzuwerfen scheint, je länger sie dauert. Doch für Liesel ist es auch eine Reise zu sich selbst in der keineswegs alle Fragen beantwortet, aber immerhin überdacht werden. – Diese berührende Geschichte über den Begriff Heimat, über das Weitergeben von Erinnerungen und Familienbeziehungen ist der Debütroman der norddeutschen Autorin. Das Buch ist für jeden Bestand geeignet.
Barbara Dorn
rezensiert für den Borromäusverein.
ist doch schön hier
Miriam Burdelski
Blessing (2026)
384 Seiten
fest geb.