Der Purpurtaucher
Marion Küstenmacher ist evangelische Theologin und erfahrene Seminarleiterin. Mithilfe ihres neuen Buches soll der Leser über Bilder mit spiritueller Symbolik in die Tiefen des Geistes, des inneren Menschen geführt werden. Es ist das Bild des Tauchers,
der am Grund des Meeres nach der kostbaren Purpurschnecke taucht, mit dem sie beginnt. Ein weiteres Bild ist das der Fackel: der Mensch muss brennen vor Liebe und Sehnsucht nach Gott. Auch das Bild des Schafes und seines Hirten hat hohen Symbolgehalt, ebenso wie der "tote" Handschuh, der erst zum Leben erweckt wird, wenn man ihn anzieht und damit dem Nächsten hilft. Schließlich kommt auch der Respekt vor der Natur, das Eingebundensein in die natürlichen Abläufe zur Sprache und am Ende ist es eine "einzige Geste", die helfen kann, die Hoffnung gibt. Die Autorin hat in den Text zahlreiche Zitate von Mystikern aus vielen Jahrhunderten und Kulturkreisen eingewoben, die Wegmarken sein können und am Ende eines jeden der 10 Kapitel hat sie praktische Übungen zusammengestellt, die spirituell Suchenden zur Begegnung mit sich selbst und letztlich mit Gott führen können.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Purpurtaucher
Marion Küstenmacher
Vier-Türme-Verl. (2015)
159 S. : Ill.
fest geb.