Todgeweiht im Münsterland
Michael Schubert hat als Verleger gerade einen Roman herausgebracht, der eine alte Familientragöde neu aufrollt. Unversehens gerät er zwischen die Fronten der alten Fehde zwischen zwei Münsterländer Bauernfamilien. Aber eigentlich hat er im Moment
genug mit sich selbst zu tun, hat ihm doch eine Unbekannte geweissagt, dass er nur noch einige Tage zu leben habe. - Der "Regionalkrimi-Teil" an diesem Erstlingswerk ist der Autorin gut gelungen: gut konstruierter Plot und z.T. recht humorvoll charakterisierte Protagonisten, garniert mit einer Prise Münsterland - weiter so! Sehr gewöhnungsbedürftig hingegen ist die Verknüpfung mit einer leider nicht so gelungenen "Mystery-Ebene", nämlich die sehr konstruiert und nicht besonders stimmig beschriebene Todes-Prophezeiung. Vielleicht sollte die Autorin sich bei Folgewerken auf den kriminalistischen Teil beschränken.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Todgeweiht im Münsterland
Sabine Schulze Gronover
Emons (2012)
175 S.
kt.