Der Hexer und die Henkerstochter
Die beiden Kinder des Baders Simon Fronwieser und seiner Frau Magdalena haben ein schweres Fieber überlebt. Zum Dank pilgert das Ehepaar deshalb zum Kloster Andechs. Kurz bevor sie dort ankommen, geschieht ein Mord, bricht ein mysteriöses Feuer aus
und erkranken Gäste des Wirtshauses an einem seltsamen Fieber. Zufällig erkennt der Hauptverdächtige Magdalena als Tochter des Henkers von Schongau (vgl.: Die Henkerstochter - BP/mp 10/967) und bittet sie um Hilfe. Sofort macht sich die selbstbewusste Frau an die Ermittlungen. Die Geschichte ist spannend aufgebaut, beleuchtet die gesellschaftlichen Zustände im 17. Jh. und lebt durch das Lokalkolorit des Pfaffenwinkels. Johannes Steck liest sehr fesselnd und mit guter stimmlicher Wandlungsfähigkeit das Stück, das knapp 20 Jahre nach dem Ende des 30-jährigen Krieges spielt und in dem überraschend moderne Techniken beschrieben werden. Allen Büchereien zu empfehlen.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Hexer und die Henkerstochter
Oliver Pötzsch. Gelesen von Johannes Steck
Hörbuch Hamburg (2012)
6 CDs
CD