Himmlische Träume
Vianne Rocher, ihre beiden Töchter und Roux leben in Paris. Die kleine Chocolaterie hat Erfolg, alles scheint gut. Doch der Wind des Ramadan und ein Brief der verstorbenen Freundin Armande rufen Vianne und ihre Kinder nach Lansquenet. Kaum in dem
kleinen Ort angekommen, merken sie, dass die kleine Dorfgemeinschaft heillos zerstritten ist. Vianne macht sich auf die Suche nach der Ursache. Die Geschichte ist sehr spannend, hat jedoch nur noch wenig vom Charme des Vorgängers "Chocolat". Zwar dreht es sich um die gleichen Protagonisten, die sich jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht weiterentwickelt haben. Gleichzeitig werden die muslimischen Migranten aus dem Maghreb, die in dem kleinen Dorf Fuß fassen konnten, detailliert als Gegenspieler zur katholischen Kirche eingeführt. Die Konflikte, die aus den kulturellen Unterschieden und der Macht, die ein einzelner Mensch auf eine Gemeinschaft ausübt, entstehen, sind die eigentlichen Handlungsstränge des Buches. Sehr erfreulich ist die Wandlung Pater Reynauds, der gut von Matthias Leja gesprochen wird. An Ulrike Grote müssen sich die Hörer erst gewöhnen, doch auch sie wird dem Stück gerecht. Das Hörbuch kann auch in kleineren Büchereien eingestellt werden.
Leoni Heister
rezensiert für den Borromäusverein.
Himmlische Träume
Joanne Harris. Gelesen von Ulrike Grote ...
Hörbuch Hamburg (2013)
6 CD (ca. 476 Min.)
CD