Sturmtöchter
Der Künstler Rupert Patridge lebte bis 1945 mit seiner Frau und den beiden Töchtern in einem Herrenhaus in den australischen Blue Mountains. Mit ihnen lebten Patridges Musen: drei junge Frauen, die ihm als Inspiration für seine Aktbilder dienten
und sich die "Flowers" nannten. Als Partidges älteste Tochter Shalimar grausam getötet auf dem Anwesen gefunden wird, gesteht er den Mord und wird wenig später hingerichtet. Jahrzehnte später kehrt nun seine Enkelin Elizabeth an jenen Ort zurück, um an einem Buch über die legendären Musen ihres Großvaters zu arbeiten. Die charismatische Ginger ist als einzige übrig, um Elizabeth von der Vergangenheit zu berichten. Die an Krebs erkrankte ältere Dame möchte mit ihrer Vergangenheit ins Reine kommen und lässt Elizabeth nach und nach kleine Tonaufzeichnungen zukommen, in denen sie ihr Leben mit den Patridges beschreibt und langgehütete Geheimnisse preisgibt. - Ein spannender und fesselnder Roman, der seine Dynamik dadurch erhält, dass die Geschichte aus zwei Blickwinkeln erzählt wird: Elizabeth berichtet von den aktuellen Geschehnissen, Ginger von der Vergangenheit. Leider wird die hervorragend aufgebaute Spannung nicht zu einem entsprechend gelungenem Ende gebracht. Dieses wirkt etwas konstruiert und klischeebehaftet. Dennoch schön anzuhören, auch dank der guten Sprecherinnen Nina Petri und Angelika Thomas. Breit einsetzbar.
Sylvia Steinbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Sturmtöchter
Josephine Pennicott. Gelesen von Nina Petri ...
Hörbuch Hamburg (2014)
5 CD (ca. 360 Min.)
CD