Weissflog
Schon der erste Eindruck, den man bekommt, wenn man diese außergewöhnliche Biografie zur Hand nimmt, ist ein besonderer: Das Buch ist überdurchschnittlich groß, im kartonierten Titelblatt ist "Weissflog" ausgestanzt, auf den ersten Innenseiten
sind die Urkunden, die seine Olympiasiege von Sarajewo und Lillehammer dokumentieren, abgedruckt. Ein ganz entscheidender Unterschied zu herkömmlichen Biografien ist jedoch, dass eine Vielzahl von interessanten oder auch netten Fotos die Hauptrolle in diesem Buch spielen. Die Texte sind extrem kurz und beschränken sich nur auf das Wesentliche. Außerdem sind sie zweisprachig, zu Deutsch kommt auch noch Englisch. Die verschiedenen Schriftbilder und Schriftgrößen tun ein Übriges, um die besondere Optik des Buches zu unterstreichen. So verführt das Buch zum Durchblättern. Es ist aber nicht nur die sportliche Karriere von Jens Weissflog in Fotos dokumentiert, obwohl sie natürlich die Hauptrolle spielt, sondern auch seine Zeit als ZDF-Skisprungexperte, nachdem er 1996 seine Karriere beendet hatte. Kurz werden auch Familie und die neue Laufbahn als Hotelier bildlich angesprochen. Am Anfang ist auf einer halben Seite eine Aufstellung des Lebens dieses außergewöhnlichen Skispringers in Zahlen zusammengefasst. - Für alle Skisprungfans ist diese Biografie eine echte Freude.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Weissflog
Egoth (2014)
[90] Bl. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.