Queen
Das britische Quartett Queen zählt zu den einfluss- und erfolgreichsten Bands des 20. Jh. Emmanuel Marie rollt in zwanzig Kapiteln die Entwicklung der Band mit Wurzeln in der Rockszene der Sechziger auf. Dazu gehört die Kindheit des in Sansibar geborenen
Jungen Farrokh Bulsara, der später als Freddie Mercury weltberühmt wurde. Aus seiner Freundschaft mit den rockbegeisterten Brian May und Roger Taylor innerhalb der kreativen Londoner Jugend entwickelt sich nach ersten Rückschlägen allmählich die Band Queen. Berühmt wurde die Band durch ihre exaltierten Bühnenshows in ausgefallenen Kostümen sowie durch Hits wie das unkonventionelle „Bohemian Rhapsody“, das die Plattenfirma zuerst nicht als Single veröffentlichen wollte, oder stadiontaugliche Songs wie „We are the Champions“. Der Schwerpunkt liegt zwar auf Freddie Mercury bis hin zu seiner zuerst verheimlichten AIDS-Erkrankung. Aber auch die anderen Musiker wie Roger Taylors Soloprojekte erhalten Raum zugesprochen. Ungewöhnlich erscheint es, die drei- bis fünfseitigen Kapitel von unterschiedlichen Künstlern zwischen Realismus, farblich reduzierter oder cartoonhafter Grafik zeichnen zu lassen, was aber durchaus funktioniert. Dazu gibt es informative Zwischentexte samt Fotos und Plattencovern, die manchmal weiterführende Details bieten, in wenigen Fällen aber nur die vorhergehenden Informationen wiederholen. Für Musikfans eine lohnende Lektüre.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Queen
Szenario: Emmanuel Marie ; Texte: Sophie Blitman ; Übersetzung: Yara Haidinger
bahoe books (2023)
159 Seiten : farbig
fest geb.