Nirvana
In einer Kleinstadt im Staat Washington wächst der junge Rock-Musik-begeisterte Kurt Cobain in einer zerrütteten Familie auf. Nach ersten Banderfahrungen gründet er mit Bassist Krist Novoselic die Formation „Nirvana“. Erst in Dave Grohl finden
sie den perfekten Schlagzeuger. Ihr wütender Screamo-Sound verändert sich erst allmählich bei einem Wechsel aus ruhigen und lauten Passagen zum charakteristischen Grunge-Sound, der symptomatisch für zahlreiche Seattle-Bands werden sollte. Mit dem plötzlich einsetzenden Welterfolg kommt der dem Punkethos huldigende Cobain allerdings nicht zurecht. Körperliche Schmerzen, Drogenabhängigkeit und eine stürmische Ehe mit Musikerin Courtney Love treiben ihn samt Depressionen allmählich in den Suizid. Wie die bahoe-Bände zu „Queen“ oder „AC/DC“ wird die Entwicklung der stilprägenden Band in kurzen Comickapiteln von verschiedenen Künstlern sowie informativen Zwischentexten samt Plakaten und Plattencovern vermittelt. Teils wiederholen sich Infos allerdings dadurch. Die mitunter karikaturhafte Grafik der französischen Künstler wirkt entsprechend der Musik oft rau, ungeschliffen und dem Underground-Geist verhaftet. Für Rockfans ergibt sich erneut ein erhellender Streifzug durch ein prägendes Zeitalter der Musikhistorie.
Gregor Ries
rezensiert für den Borromäusverein.
Nirvana
Szenario: Gaets ; Texte: Sophie Blitman ; Übersetzung: bahoe books
bahoe books (2025)
159 Seiten : farbig
fest geb.