Michael Magone und der wirkliche Mut
Michael Magone ist im Turin des 19. Jh. Anführer einer kleinen Gang von Straßenkindern und muss täglich ums Überleben kämpfen – durch Beschaffen von Essen und durch Kämpfe mit einer rivalisierenden Gang unter dem Anführer Alessandro. Außerdem
werden sie von der Stadtwache verfolgt, um sie den ausbeuterischen Betreibern des Waisenhauses zu übergeben. Einige seiner ehemaligen Gangmitglieder sind inzwischen zu Alessandro übergelaufen, da er ihnen mehr Sicherheit zu bieten scheint. Und Magone lebt in permanenter Angst davor, auch seine restlichen drei Gefolgskinder an seinen Rivalen zu verlieren. Da trifft er den Priester Don Bosco. Sein tiefes Misstrauen muss er überwinden, um den verletzten Enri, sein jüngstes Gangmitglied, dessen Obhut zu überlassen. Und Don Bosco kümmert sich nicht nur um die körperlichen Bedürfnisse wie Essen und einen sicheren Schlafplatz, er versteht es auch, den Kindern ihren Glauben an sich selbst zurückzugeben. Und am Ende beweist Michael besonders viel Mut, als er – statt mit seinem Rivalen zu kämpfen – die Kinder dazu aufruft, ihm zu Don Bosco und in eine bessere Zukunft zu folgen. – Die Neuauflage des bereits 2005 erstmals erschienen Kinderbuchs zeigt vor allem den damals neuen Erziehungsansatz des Priesters, der das Potential zum Guten in den Kindern sah statt wie damals üblich das Potential zu einer Verbrecher-Karriere.
Lotte Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Michael Magone und der wirkliche Mut
Thomas Brezina ; mit Illustrationen von Petra Lefin
Vermes Verlag (2025)
199 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10