Der Prinz
Im Berliner Dom entdeckt man die Leiche eines gekreuzigten Priesters. Nahezu zeitgleich kommt es unter rätselhaften Umständen zu einem Feuer in einer Unterkunft für Migranten. Weitere Fälle werden entdeckt und alle scheinen etwas mit einem wieder
erstarkenden Nationalismus zu tun zu haben. – Das Interessante an diesem Buch ist nicht der durchaus spannende Plot. Die polnische Autorin bietet den Leser:innen hier sozusagen mittels einer „Außenperspektive“ Einblicke in die deutsche Gesellschaft an, die zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät. Wie schon in „Der Magier“, an dessen Inhalt dieser Titel mehr oder weniger nahtlos anschließt, macht sie das so gut, dass es mitunter erschreckend ist.
Thomas Oberholthaus
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Prinz
Magdalena Parys ; aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein und [einem weiteren]
Polente Verlag (2026)
421 Seiten
kt.