Das schönste Kind
Die Vögel dieser Welt zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Formen und Farben - ein großer Teil davon lebt zusammen in einem Wald. Als die Eulenmutter ihrem Kind ein Pausenbrot bringen möchte, gibt der Pfau ihr für sein Kind ebenfalls ein Brot mit:
selbstgefällig ist er der Meinung, dass die Eule sein Kind sofort erkennen wird, weil es das schönste ist. Man ahnt, wie die Geschichte ausgeht - die Eule prüft gründlich und mit geradezu wissenschaftlicher Sorgfalt, doch am Ende kommt sie zu dem Ergebnis, dass ihr eigenes Kind am schönsten ist und folglich ein zweites Brot erhält. Das Ergebnis erstaunt, denn die Eule ist im Vergleich mit den vielen bunten Vögeln, insbesondere aber mit dem prächtigen Pfau auch aus menschlicher Sicht eher unansehnlich, doch es bestätigt sich die Redensart, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt, und hier die Mutterliebe den Blick lenkt; darüber lässt sich mit Kindern ergiebig diskutieren. Darüber hinaus sind die Illustrationen ein farbiger Augenschmaus und auch mit der Typografie wird trefflich gespielt. - Allen Beständen mit Nachdruck empfohlen, geeignet für Kinder ab 4 Jahren.
Birgit Karnbach
rezensiert für den Borromäusverein.
Das schönste Kind
William Papas
aracari verlag (2024)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 4