Wieder da!
Ein kleiner Junge beobachtet fasziniert die Skateboarder in seiner Stadt. Auch er möchte losrollen, doch auf dem belebten Skateplatz wirken die anderen so sicher, dass er zunächst zögert. Bald erlebt er, wie selbstverständlich die erfahrenen Skater
und Skaterinnen ihn aufnehmen, ermutigen und ihre Begeisterung mit ihm teilen. – Autorin und Illustratorin Julie Flett erzählt nah an den Erlebnissen ihres Sohnes und dessen Freundeskreis. Gemeinsame Fahrten zu neuen Skate-Spots, Gespräche und das Überwinden eigener Grenzen verleihen der Geschichte besondere Wärme. Flett hat Vorfahren aus dem indigenen Volk der Cree, dessen Sprache und Kultur in Kanada lange an den Rand gedrängt wurden und heute wieder selbstbewusster gelebt und weitergegeben werden. Einzelne Cree-Wörter wie „Haw êkwa“ – „Los geht’s!“ – sind ganz selbstverständlich in den Text eingewoben. Kurze, gut verständliche Sätze tragen die Handlung. Mit gedeckten, teils dunklen Braun-, Grün- und Grautönen schafft Flett eine ruhige, erdige Bildwelt, die viel Wärme ausstrahlt. Dynamische Körperhaltungen und bewegte Linien fangen zugleich Tempo und Leichtigkeit des Skatens ein. – Ein ermutigendes Bilderbuch über Zugehörigkeit, Selbstvertrauen und die Freude, gemeinsam über sich hinauszuwachsen. Für viele Büchereien sehr gern empfohlen.
Elisa Trinks
rezensiert für den Borromäusverein.
Wieder da!
Julie Flett ; aus dem Englischen von Barbara Brennwald
Baobab Books (2026)
[44] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6