Medienmenschen
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens inszenieren sich in den Medien selbst, sie werden aber auch ungewollt von den Medien instrumentalisiert. Über die Intentionen und Mechanismen, die die Darstellung in Presse, Hörfunk und Fernsehen steuern,
erfährt der Medienkonsument im Alltag meist nicht viel. Umso spannender wird es, wenn Prominente sich zumindest ein wenig in die Karten schauen lassen. Informativ ist es vor allem dann, wenn über die üblichen Frageraster hinaus gefragt wird, wie im vorliegenden Buch, das Interviews mit 30 Promienten (darunter J. Fischer, W. Huber, G. Netzer, F. v. Almsick) versammelt. Auf diese Weise erscheinen (oder: sind) die Antworten besonders authentisch, und es werden Einblicke in die Prozesse der Medienwelt möglich. Durch den intelligenten und engagierten Fragestil der Interviewer, die alle Journalistik-Studenten sind, gelingt dies auf eine interessante, erfrischende Art.
Norbert Wichard
rezensiert für den Borromäusverein.
Medienmenschen
Jens Bergmann... (Hrsg.)
Solibro (2007)
344 S. : Ill.
kt.