Paula Modersohn-Becker - Farbe in die Ohren
In ihrem nur so kurzen Leben hat die Malerin Paula Modersohn-Becker ein immenses Bildwerk geschaffen, das geprägt ist vom Ringen um seelische Ausdruckskraft. Das künstlerische Wirken von Frauen war Anfang des 19. Jh. wenig anerkannt; für Modersohn-Becker
waren es gerade diese Vorbehalte, die sie antrieben, sich intensiv um eine eigene Bildsprache zu bemühen - erst in Worpswede, wo sie mit ihrem Mann und Künstlerfreunden in einer "Malerkolonie" lebte, später auch bei ihren Arbeitsaufenthalten in Paris. In ihrer farbintensiven Malerei lassen sich immer wieder Bezüge zur Musik herstellen, die in diesem Buch und der beigefügten CD aufgespürt werden sollen. Der Text zeichnet chronologisch den Lebensweg der Künstlerin nach; eingeschobene Infoblöcke erklären Motive ihrer Kunst oder geben biografische Hinweise zu Künstlerkollegen. Zehn Bilder werden als Hörstücke auf der CD besprochen, wobei Klänge und Musik einfühlsam der Malerei "abgelauscht" werden. Dieses sinnenfrohe Werk der Malerin kann so durch Bezüge zur heutigen Zeit den jungen Lesern und Zuhörern näher gebracht werden.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Paula Modersohn-Becker - Farbe in die Ohren
Meike Su
Horncastle (2012)
84 S. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10