Berlin - Geteilte Stadt
Bei Regina hätte der Berliner Mauerbau fast ihr Abitur verhindert, Ursula hat im Krankenhaus an der Mauer Flucht und Tod von DDR-Flüchtlingen miterlebt, Familie Holzapfel ist die waghalsige Flucht über die Mauer gelungen, Detlef wird wegen unerlaubter
Fotos verhaftet und Jan erlebt den Fall der Mauer an seinem 18. Geburtstag. Anhand dieser Einzelschicksale erfährt der Leser etwas über die Geschichte des einstmals geteilten Berlins. Die Episoden beruhen auf wahren Begebenheiten und persönlichen Erlebnissen. Sie wurden von den beiden Autoren grafisch umgesetzt und aufbereitet. Offensichtlich bemühen sich die Autoren, durch diese Geschichten persönliche Betroffenheit mit dem Schicksal der Menschen in einem totalitären Regime herzustellen. Sie wirken dadurch gelegentlich wie einschlägige Propaganda-Schriften (Der Band wurde von der Bundesstiftung Aufarbeitung gefördert). Auch die Zeichnungen tragen nicht dazu bei, dem Band einen künstlerischen Wert zu verschaffen. Vor allem für Jugendliche geeignet, um ihnen auf schlichte Weise ein Stück Nachkriegsgeschichte nahezubringen.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Berlin - Geteilte Stadt
Susanne Buddenberg ; Thomas Henseler
Avant-Verl. (2012)
97 S. : überw. Ill.
kt.