Ich wünschte
Die Beobachtung ist der Anfang jedes Portraits. Die Mimik kann Ausdruck geben von den Ängsten, Sehnsüchten, den Stimmungen, die einen Menschen umfangen. So ist ein gelungenes Bildnis immer auch ein Abbild des Inneren, jenseits aller physiognomischen
Besonderheiten. In diesem Buch sind Portraits von Menschen versammelt, die auf eigentümliche Weise präsent und doch vergangen erscheinen - altmodische, ernste, konzentrierte Gesichter von Kindern und Erwachsenen, deren Ausdruckskraft aus der genauesten Beobachtung herrührt. Sie blicken einen unmittelbar an, mit schrägen, weit auseinander stehenden Augen und scheinen mit einem Wissen beseelt, das aus der Ahnung des Zukünftigen erwachsen ist. Die beigefügten Texte erzählen von Wünschen nach mehr Mut, nach Geheimnissen und vor allem nach Vertrauen und Intimität. - Die Portraits sind ihre Bekenntnisse und geben Sehnsüchte preis, in denen sich der Leser und Betrachter dieses so schön gestalteten Buches wiederfinden kann.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich wünschte
von Ingrid Godon. Mit Texten von Toon Tellegen
Mixtvision (2012)
[54] Bl. : überw. Ill. (überw. farb.)
fest geb.