Zeit haben für Sterbende
Der Autor versucht im Bereich Krankheit und Tod das Gemeinsame und die Unterschiede von Seelsorge und Hospiz aufzuzeigen und Denkanstöße für deren praktische Umsetzung zu geben. In einem ersten Schritt wendet er sich der Situation in der nichtmedizinischen
Betreuung von Schwerkranken und Sterbenden im Krankenhaus und häuslichen Bereich zu und lässt in Interviews sowohl Experten aus dem Palliativbereich als auch professionelle und ehrenamtliche Hospizhelfer zu Wort kommen. Trotz unterschiedlicher Voraussetzungen (z.B. Stadt/Land, stationäre/ambulante Versorgung, kirchliche Anbindung/Überkonfessionalität) steht als gemeinsames Fazit die Forderung nach Vernetzung und Zusammenarbeit, nach Intensivierung in Qualifikation und Weiterbildung sowie nach gesicherter Finanzierung. Zur Verdeutlichung beschreibt Jablowsky die Möglichkeiten der Sterbebegleitung in der Seelsorge (u.a. Krankenbesuch, Krankensalbung, Beerdigung) und Hospizarbeit (Begleitung, Trauerarbeit, Information) und verweist auf die Motivation, die im biblisch-christlichen Menschenbild sowie an der Würde des Menschen festzumachen ist. - Informativ für alle, die in der einen oder anderen Weise mit Schwerkranken und Sterbenden zu tun haben.
Inge Hagen
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Zeit haben für Sterbende
Thomas Jablowsky
Verl. Sankt Michaelsbund (2009)
176 S.
fest geb.