Der Tod ist ein Postmann mit Hut
Seit seinem vierzigsten Geburtstag erhält Julio C. Rampf regelmäßig Einschreiben, die nur aus einem leeren Blatt bestehen. Ein Sinnbild für die Leere in seinem Leben, die Tage mit immer gleichen Ablauf. Seine Frau Ines hat sich von ihm scheiden
lassen, seine Arbeit füllt ihn nicht aus. Trotzdem ändert er nichts. Auf der Suche nach dem Absender der Schreiben lernt Julio den pensionierten Kriminalisten Kolomann kennen, den "Grantler". Ein Urgestein, das an nichts ein gutes Haar lässt und sich direkt ins Herz des Lesers "grantelt". Gemeinsam beginnen die beiden einsamen Männer, Musik zu machen. Julio vertieft sich außerdem in die Akte um den letzten Fall Kolomanns, der ungelöst blieb. - Martin von Arndt - ausgezeichnet mit mehreren Preisen - besticht durch seinen fesselnden Schreibstil, seine humorvollen und tiefsinnigen Wendungen, seine beeindruckenden Charaktere. Sehr zu empfehlen.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Der Tod ist ein Postmann mit Hut
Martin von Arndt
Klöpfer & Meyer (2009)
205 S.
fest geb.